Wie wir helfen

Apamoyo gibt Starthilfe für Eigeninitiative und Verantwortung.

Unsere Initiative

Apamoyo gibt Starthilfe für ein Leben in Eigenverantwortung

Apamoyo konzentriert sein Engagement besonders auf Kenia. Dort sind wir gut vernetzt, können schnell auf Bedürfnisse reagieren, Entwicklungen begleiten und Erfolge sichern. Wir unterstützen Mädchen und Jungen dabei, ihr Leben selbstständig und eigenverantwortlich in ihrer Heimat in die Hand zu nehmen.

  • Wir leisten Berufsberatung und vermitteln Praktika.

  • Wir bringen Mädchen und Jungen in Berufsschulen und Ausbildungswerkstätten unter.

  • Wir vergeben Stipendien an bedürftige Jugendliche.

  • Wir helfen bei der Suche nach qualifizierter Beschäftigung.

  • Wir beraten und unterstützen bei der Existenzgründung.

Unser Stipendienprogramm


Berufsausbildung bedeutet Lebensperspektive

Ursprung und Rückgrat unserer Arbeit bildet das Stipendienprogramm. Ziel ist es, benachteiligten Jugendlichen eine Berufsausbildung zu ermöglichen und ihnen damit eine Perspektive für ein eigenverantwortliches Leben in ihrer Heimat zu geben.

Durch die Finanzierung eines Ausbildungsplatzes über das Apamoyo-Stipendienprogramm konnten in den letzten Jahren fast 100 Jugendliche erfolgreich eine Berufsausbildung abschließen. Unsere Stipendiaten sind nun stolze Schreiner, KfZ-Mechaniker, Maurer, Schlosser, Hauswirtschaftsmanager, Solar- und Elektrotechniker, Schneider, Köche, Sekretärinnen, pharmazeutisch-technische Assistenten.

Dabei arbeiten wir regelmäßig mit fünf privaten Ausbildungsträgern im näheren Umkreis der Hauptstadt Nairobi zusammen, die verschiedene Abschlüsse innerhalb eines insgesamt breiten Ausbildungs-Spektrums anbieten. Wir vermitteln Jugendliche, die sich bei uns bewerben, zur Ausbildung an unsere Partner, die wiederum schlagen uns besonders bedürftige und talentierte Kandidatinnen und Kandidaten aus ihren Bewerber-Pools für ein Apamoyo-Stipendium vor. So fördert Apamoyo etliche Dutzend Mädchen und Jungen aus allen Teilen Kenias mit ganz unterschiedlichem ethnischen und religiösen Hintergrund.

Ein Ausbildungsplatz in einem unserer Partner-Colleges und Werkstätten kostet je nach Fachrichtung, Dauer und Abschluss zwischen 600 und 1.000 Euro pro Jahr.

Weitere Projekte

  • Unternehmenskooperationen

    Anfang des Jahres 2017 hat Apamoyo den „Sprung ins kalte Wasser“ gewagt und das Pilotprojekt einer betrieblichen Berufsausbildung mit dem kenianischen Unternehmen Sunculture gestartet, das solarbetriebene Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft entwickelt und vertreibt. Inzwischen arbeiten wir mit mehreren Firmen zusammen, unter anderem mit dem deutschen Pumpenhersteller WILO, der in Nairobi produziert und unseren Auszubildenden Praktika anbietet und ein attraktiver Arbeitgeber ist.

    So kommen wir unserem Ziel, den praktischen Anteil der Ausbildung nach dem Vorbild des deutschen dualen Systems, Schritt für Schritt zu erhöhen. Denn grundsätzlich steht im kenianischen Curriculum der theoretische und praktische Unterricht in Berufsschulen und Ausbildungswerkstätten im Vordergrund. Wir arbeiten gezielt mit Ausbildungsträgern zusammen, die besonderen Wert auf Praxis legen und stehen auch in engem Austausch mit der kenianisch-deutschen Industrie- und Handelskammer.

    Nicht zuletzt bemühen wir uns um Unternehmenskooperationen auch in Deutschland selbst und bieten Firmen hier an als Ausbildungspaten und Sponsoren Jugendlichen in Kenia eine Ausbildung zu finanzieren und damit soziale Verantwortung zu übernehmen.

  • Digitale Job-Börse

    Mit der digitalen Job-Börse erreichen wir inzwischen mehrere tausend Jugendliche in Kenia. Praktisch alle Absolventen unserer Partner-Colleges und Ausbildungs-Werkstätten nutzen die Online-Datenbank zur Jobsuche, die Angebote von rund 600 kenianischen Unternehmen sind dort gepostet, und die Zahl der erfolgreichen Vermittlungen liegt inzwischen im oberen dreistelligen Bereich.

    Eigentlich war die Job-Börse noch gar nicht dran, als Apamoyo und unser kenianischer Partner CoWA Anfang 2020 die gemeinsame „Training und Job Agency“ gestartet haben. Aber aus der Not der Corona-Pandemie geboren konnten wir uns digital aufstellen, haben während des mehr als einjährigen totaklen Lockdowns im kenianischen Bildungswesens Tablet-Computer angeschafft, E-Learning ermöglicht und gleichzeitig Software entwickelt, eine Datenbank aufgebaut und Partner gesucht.

    Die digitale und analoge Welt der Apamoyo-Family ist inzwischen im Büro und dem kleinen Garten von CoWA im Osten von Nairobi lebendig und kreativ verschmolzen: ein Treffpunkt für Stipendiaten und Ehemalige zum Erfahrungsaustausch, zur Beratung und Jobvermittlung, für praktische Übungen vom Bewerbungsschreiben oder Vorstellungsgespräch bis zu Existenzgründer-Workshops.

  • Start Up-Förderung

    In unserem jüngsten Projekt dreht sich alles um Selbständigkeit und Existenzgründung. Denn einige unserer ehemaligen Stipendiaten finden trotz guter Zeugnisse keine angemessene Festanstellung, sondern nur Gelegenheitsjobs, und sind frustriert. Gleichzeitig träumen viele kenianische Jugendliche vom eigenen Business. So entstand schließlich die Idee der Start Up-Förderung.

    Ein gutes Dutzend junger Frauen und Männer hat sich 2022 zu unserem ersten Existenzgründer-Workshop angemeldet, Business-Pläne entwickelt, Buchhaltung gelernt und an der Persönlichkeit gearbeitet. Wir bieten Darlehen, bei dem die Absolventen nicht nur mit einer nachhaltigen Geschäftsidee überzeugen müssen, sondern auch Sicherheiten vom Führungszeugnis bis zu mehreren Bürgen einbringen und schließlich den Kredit innerhalb von zwei Jahren zurückzahlen müssen.

    Die ersten drei Kandidaten haben ihr Ziel Ende 2024 erreicht: Gabriel Kamau konnte sich mit dem Apamoyo-Darlehen den langersehnten Diagnose-Computer für seine nagelneue Kfz-Werkstatt anschaffen, Dickson Kiprop erfüllte sich den Traum vom eigenen Barbershop, und James Wachira eröffnete ein Milchgeschäft mit eigener Jogurt-Produktion. Für alle Beteiligten hat eine spannende Reise in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft begonnen.